Richard Jacob Weissgerber - 1944 Biedermeier 35.1/3
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Richard Jacob Weissgerber - 1944 Biedermeier 35.1/3

Richard Jacob Weissgerber - 1944 Biedermeier 35.1/3

Über den Gitarrenbauer

Richard Jacob „Weissgerber“ war einer der kreativsten und vielseitigsten Gitarrenbauer des 20. Jahrhunderts. In Markneukirchen schuf er ein außergewöhnlich facettenreiches Werk, dessen Modelle, Korpusformen, Konstruktionen und dekorative Sprachen eine unermüdliche künstlerische Vorstellungskraft erkennen lassen. Seine Instrumente wirken selten wie Wiederholungen einer festen Werkstattformel; vielmehr zeigen sie einen Gitarrenbauer, der Form, Proportion, Ornament und Stimme des Instruments immer wieder neu dachte. Diese Eigenständigkeit machte Weissgerber zu einer prägenden Figur des deutschen Gitarrenbaus und zu einem Meister, dessen Werk bis heute eine besondere Stellung in der europäischen Gitarrenbaugeschichte einnimmt.

Über die Gitarre

Diese Richard Jacob Weissgerber Biedermeier 35.1/3 aus dem Jahr 1944 zeigt eine der stärker verzierten Kopfvarianten innerhalb dieser charakteristischen Modellfamilie. Der kleine Korpus, das ovale Schallloch mit einfacher Hartholzeinlage, der ornamentierte Steg und der kunstvoll geschnitzte Kopf verleihen der Gitarre einen verfeinerten historischen Charakter, ohne die Gestaltung überladen wirken zu lassen. Die V Verbindung am Kopf, das leicht gewölbte V Halsprofil, das verlängerte Griffbrett mit Tonumfang bis zum Cis auf der ersten Saite und die originalen Landstorfer Mechaniken zeigen die Präzision und praktische Vorstellungskraft, die Weissgerbers Arbeit prägen.

Ein besonders wichtiges Merkmal ist die Fichtendecke mit ihrer charakteristischen Hohlkehle, einer gefluteten Ausarbeitung, die von der Konstruktion gestrichener Instrumente inspiriert ist. Durch die Bearbeitung der Decke mit dünner auslaufenden Rändern verfolgte Weissgerber eine akustische Idee, die zugleich den Einfluss von Antonio de Torres erkennen lässt, von ihm jedoch in eine eigene Sprache übertragen wurde. Zusammen mit dem eindrucksvoll gezeichneten indischen Palisander für Boden und Zargen erhält die Gitarre eine Erscheinung, die kompakt, verfeinert und sorgfältig ausbalanciert wirkt: minimalistisch um das Schallloch, ausdrucksvoller am Kopf und reich in der natürlichen Zeichnung des Palisanders.

Klanglich besitzt dieses Biedermeier Modell einen intimen und weich sprechenden Charakter mit einer klaren Weissgerber Farbe in der Stimme. Der Ton wirkt sanft, dunkel schattiert und beruhigend, nicht auf moderne Konzertkraft ausgerichtet, bleibt dabei aber ausgewogen und reaktionsfreudig. Die Töne treten mit fokussierter Direktheit hervor, während der Palisanderkorpus dem kleinen Format Tiefe und Wärme verleiht. So entsteht eine Biedermeier Gitarre mit sehr persönlicher Präsenz: visuell verfeinert, historisch charaktervoll und klanglich intim, mit jener stillen Autorität, die Weissgerbers sorgfältig konzipierte Instrumente auszeichnet.

Zustand

Diese Gitarre befindet sich in sehr gutem Originalzustand. Zwei Risse auf der Decke wurden fachmännisch repariert: Einer verläuft vom unteren Korpusbereich bis zum Schallloch, der andere beginnt ebenfalls im unteren Korpusbereich und erreicht den Steg nicht. Beide Reparaturen sind mit Belegen unterstützt, um die langfristige strukturelle Stabilität zu sichern. Die Lackierung scheint original erhalten zu sein.

$5,687.25
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Über den Gitarrenbauer

Richard Jacob „Weissgerber“ war einer der kreativsten und vielseitigsten Gitarrenbauer des 20. Jahrhunderts. In Markneukirchen schuf er ein außergewöhnlich facettenreiches Werk, dessen Modelle, Korpusformen, Konstruktionen und dekorative Sprachen eine unermüdliche künstlerische Vorstellungskraft erkennen lassen. Seine Instrumente wirken selten wie Wiederholungen einer festen Werkstattformel; vielmehr zeigen sie einen Gitarrenbauer, der Form, Proportion, Ornament und Stimme des Instruments immer wieder neu dachte. Diese Eigenständigkeit machte Weissgerber zu einer prägenden Figur des deutschen Gitarrenbaus und zu einem Meister, dessen Werk bis heute eine besondere Stellung in der europäischen Gitarrenbaugeschichte einnimmt.

Über die Gitarre

Diese Richard Jacob Weissgerber Biedermeier 35.1/3 aus dem Jahr 1944 zeigt eine der stärker verzierten Kopfvarianten innerhalb dieser charakteristischen Modellfamilie. Der kleine Korpus, das ovale Schallloch mit einfacher Hartholzeinlage, der ornamentierte Steg und der kunstvoll geschnitzte Kopf verleihen der Gitarre einen verfeinerten historischen Charakter, ohne die Gestaltung überladen wirken zu lassen. Die V Verbindung am Kopf, das leicht gewölbte V Halsprofil, das verlängerte Griffbrett mit Tonumfang bis zum Cis auf der ersten Saite und die originalen Landstorfer Mechaniken zeigen die Präzision und praktische Vorstellungskraft, die Weissgerbers Arbeit prägen.

Ein besonders wichtiges Merkmal ist die Fichtendecke mit ihrer charakteristischen Hohlkehle, einer gefluteten Ausarbeitung, die von der Konstruktion gestrichener Instrumente inspiriert ist. Durch die Bearbeitung der Decke mit dünner auslaufenden Rändern verfolgte Weissgerber eine akustische Idee, die zugleich den Einfluss von Antonio de Torres erkennen lässt, von ihm jedoch in eine eigene Sprache übertragen wurde. Zusammen mit dem eindrucksvoll gezeichneten indischen Palisander für Boden und Zargen erhält die Gitarre eine Erscheinung, die kompakt, verfeinert und sorgfältig ausbalanciert wirkt: minimalistisch um das Schallloch, ausdrucksvoller am Kopf und reich in der natürlichen Zeichnung des Palisanders.

Klanglich besitzt dieses Biedermeier Modell einen intimen und weich sprechenden Charakter mit einer klaren Weissgerber Farbe in der Stimme. Der Ton wirkt sanft, dunkel schattiert und beruhigend, nicht auf moderne Konzertkraft ausgerichtet, bleibt dabei aber ausgewogen und reaktionsfreudig. Die Töne treten mit fokussierter Direktheit hervor, während der Palisanderkorpus dem kleinen Format Tiefe und Wärme verleiht. So entsteht eine Biedermeier Gitarre mit sehr persönlicher Präsenz: visuell verfeinert, historisch charaktervoll und klanglich intim, mit jener stillen Autorität, die Weissgerbers sorgfältig konzipierte Instrumente auszeichnet.

Zustand

Diese Gitarre befindet sich in sehr gutem Originalzustand. Zwei Risse auf der Decke wurden fachmännisch repariert: Einer verläuft vom unteren Korpusbereich bis zum Schallloch, der andere beginnt ebenfalls im unteren Korpusbereich und erreicht den Steg nicht. Beide Reparaturen sind mit Belegen unterstützt, um die langfristige strukturelle Stabilität zu sichern. Die Lackierung scheint original erhalten zu sein.

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Richard Jacob „Weissgerber“ war einer der kreativsten und vielseitigsten Gitarrenbauer des 20. Jahrhunderts. In Markneukirchen schuf er ein außergewöhnlich facettenreiches Werk, dessen Modelle, Korpusformen, Konstruktionen und dekorative Sprachen eine unermüdliche künstlerische Vorstellungskraft erkennen lassen. Seine Instrumente wirken selten wie Wiederholungen einer festen Werkstattformel; vielmehr zeigen sie einen Gitarrenbauer, der Form, Proportion, Ornament und Stimme des Instruments immer wieder neu dachte. Diese Eigenständigkeit machte Weissgerber zu einer prägenden Figur des deutschen Gitarrenbaus und zu einem Meister, dessen Werk bis heute eine besondere Stellung in der europäischen Gitarrenbaugeschichte einnimmt.

Über die Gitarre

Diese Richard Jacob Weissgerber Biedermeier 35.1/3 aus dem Jahr 1944 zeigt eine der stärker verzierten Kopfvarianten innerhalb dieser charakteristischen Modellfamilie. Der kleine Korpus, das ovale Schallloch mit einfacher Hartholzeinlage, der ornamentierte Steg und der kunstvoll geschnitzte Kopf verleihen der Gitarre einen verfeinerten historischen Charakter, ohne die Gestaltung überladen wirken zu lassen. Die V Verbindung am Kopf, das leicht gewölbte V Halsprofil, das verlängerte Griffbrett mit Tonumfang bis zum Cis auf der ersten Saite und die originalen Landstorfer Mechaniken zeigen die Präzision und praktische Vorstellungskraft, die Weissgerbers Arbeit prägen.

Ein besonders wichtiges Merkmal ist die Fichtendecke mit ihrer charakteristischen Hohlkehle, einer gefluteten Ausarbeitung, die von der Konstruktion gestrichener Instrumente inspiriert ist. Durch die Bearbeitung der Decke mit dünner auslaufenden Rändern verfolgte Weissgerber eine akustische Idee, die zugleich den Einfluss von Antonio de Torres erkennen lässt, von ihm jedoch in eine eigene Sprache übertragen wurde. Zusammen mit dem eindrucksvoll gezeichneten indischen Palisander für Boden und Zargen erhält die Gitarre eine Erscheinung, die kompakt, verfeinert und sorgfältig ausbalanciert wirkt: minimalistisch um das Schallloch, ausdrucksvoller am Kopf und reich in der natürlichen Zeichnung des Palisanders.

Klanglich besitzt dieses Biedermeier Modell einen intimen und weich sprechenden Charakter mit einer klaren Weissgerber Farbe in der Stimme. Der Ton wirkt sanft, dunkel schattiert und beruhigend, nicht auf moderne Konzertkraft ausgerichtet, bleibt dabei aber ausgewogen und reaktionsfreudig. Die Töne treten mit fokussierter Direktheit hervor, während der Palisanderkorpus dem kleinen Format Tiefe und Wärme verleiht. So entsteht eine Biedermeier Gitarre mit sehr persönlicher Präsenz: visuell verfeinert, historisch charaktervoll und klanglich intim, mit jener stillen Autorität, die Weissgerbers sorgfältig konzipierte Instrumente auszeichnet.

Zustand

Diese Gitarre befindet sich in sehr gutem Originalzustand. Zwei Risse auf der Decke wurden fachmännisch repariert: Einer verläuft vom unteren Korpusbereich bis zum Schallloch, der andere beginnt ebenfalls im unteren Korpusbereich und erreicht den Steg nicht. Beide Reparaturen sind mit Belegen unterstützt, um die langfristige strukturelle Stabilität zu sichern. Die Lackierung scheint original erhalten zu sein.

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